Warum keinen Kenterball am Masttopp einsetzen?

Tiwal empfiehlt grundsätzlich nicht, zur Sicherheit der Crew einen Kenterball im Masttopp seiner aufblasbaren Segeljollen anzubringen.

Mit einem Kenterball im Masttopp bleibt Ihr Boot im Fall einer Kenterung umgekippt liegen. Der Kenterball erleichtert dann das Aufrichten des Bootes. Aber bei starkem Wind bietet der hoch aufschwimmende Bootsrumpf großen Windwiderstand. Das Schlauchboot kann so von der Crew weggetrieben werden. Sie muss also schwimmen, um zu ihrem Boot zu gelangen. Es ist eine Gefahr für die Crew, wenn sie ihr Boot schwimmend erreichen muss.

Ohne Kenterball dagegen kentert das Boot komplett durch. Der Bootsrumpf liegt flach auf dem Wasser. Das gekenterte Boot bleibt neben der Crew. In diesem Fall ist sie neben ihrem Boot sicher. Sie kann ihr Boot in Ruhe aufrichten.

Der einzige Fall, in dem wir den Einsatz eines Kenterballs im Masttopp empfehlen können, sind Boote, die vor dem Erreichen ihres eigentlichen Segelreviers durch eine Brandungszone segeln müssen. Kentert der Mast in Wellen und in flachem Wasser durch, kann er mit Wucht auf den Grund aufschlagen und brechen. Der Einsatz eines Kenterballs im Masttopp einer Tiwal 3 auf Hawaii löste dieses Problem (ohne Garantie!). Dennoch sei die Crew vor der potenziellen Gefahr gewarnt, dass ihr Boot im Fall einer Kenterung vom Wind abgetrieben werden kann.