Frank kommt aus Freiburg und segelt begeistert die reffbare Tiwal 3. Mittlerweile ist er meistens allein auf großen Alpenseen oder der Ostsee unterwegs. An diesem Boot liebt er besonders den extrem schnellen Aufbau, wie gut es sich durch sein Körpergewicht trimmen lässt und wie extrem hoch er am Wind segeln kann. Durch die Tiwal-App trifft er sich oft mit anderen Seglern für tolle gemeinsame Touren. Sein nächster großer Traum ist es, sein Boot mit nach Kroatien zu nehmen und dort die Küste zu erkunden.

Mein Name ist Frank. Ich wohne im schönen Freiburg im Breisgau, unten im Südwesten Deutschlands – da auf der Wetterkarte, wo immer die Sonne scheint.
Welches Tiwal-Modell hast du?
Ich segele die Tiwal 3. Es war mir ganz wichtig, dass ich die reffbare Variante habe, weil ich auf der Segelyacht meiner Eltern groß geworden bin und da war Reffen das Natürlichste der Welt, wenn man Ruderdruck abbauen musste. Ich sehe das bei vielen meiner Freunde, die die nicht reffbare Variante der Tiwal 3 segeln: wenn der Forecast drei bis vier sagt und man plötzlich vier bis fünf auf der Bucht hat, müssen sie abbrechen, weil sie den Ruderdruck einfach nicht mehr halten können und ihre Boote immer anluven wollen. Ich segle dann einfach an den Strand, mache aus meinen sieben Quadratmetern fünf Quadratmeter, und kann direkt weitersegeln. Deshalb bin ich froh, dass ich meine Tiwal 3 habe.
Wo segelst du?
Von Freiburg aus segle ich am meisten auf den Alpenseen. Wir haben zwar einen kleinen See direkt vor der Haustür – da segle ich ganz häufig nach Feierabend mal ein paar Schläge – aber das ist eher ein Baggersee, eine Pfütze. Am Wochenende fahre ich gerne an die Alpenseen, also an den Bodensee, Zürichsee, Walensee, Bielersee oder Hallwilersee. Mein Lieblingssee ist der Vierwaldstättersee, weil die Berge dort so schön sind. Da segle ich häufig; das sind zwei Stunden Autofahrt, er ist also relativ gut zu erreichen. Meine Mutter wohnt oben in Flensburg an der dänischen Grenze, da bin ich jetzt gerade auch. Wenn ich sie besuche, habe ich immer mein Bootchen dabei und dann segle ich natürlich auch hier auf der Ostsee.
Wie nutzt du dein Tiwal?
Ich segle die Tiwal mittlerweile nur noch allein. Ich weiß, dass man sie auch zu zweit segeln kann, aber ich bin zwei Meter groß und kein schmales Hemd; für einen zweiten Segler ist also nicht mehr allzu viel Platz an Bord. Deshalb segle ich die Tiwal nur noch alleine. Früher, als ich sie mir vor fünf Jahren gekauft habe, waren meine Kinder noch kleiner. Da hatte ich immer einen mit an Bord, und sie haben darauf auch wirklich segeln gelernt. Mittlerweile segeln sie meine Tiwal wie die jungen Götter, das ist eine wahre Freude zuzusehen. Um die Frage zu beantworten, ob ich eher sportlich segle oder Touren mache: Ich habe immer gerne ein Ziel vor Augen. Ich bin nicht der Typ, der sportlich immer pingpongmäßig hin und her segelt, sondern ich mache gerne kleine Touren, die auch mal etwas größer sein können. Mein Tiwal-Rekord lag bisher bei knapp 17 Meilen hin und zurück.
Hattest du vorher Segelerfahrung?
Ich bin quasi auf dem Schiff meiner Eltern aufgewachsen. Mein Großvater hat auf seiner Werft Segelschiffe gebaut, deshalb segelt die ganze Familie und ist segelbegeistert.
Wie hast du den Tiwal entdeckt?
Ich habe die Gründungsgeschichte der Tiwal gelesen, wie sie überhaupt zustande kam, und das hat mich sofort angesprochen – da habe ich gesagt, das Boot muss ich haben. Es kam günstigerweise hinzu, dass ich das Boot genau zwischen den Lockdowns gekauft habe. In dieser Zeit bekam man überhaupt kein Segelschiff mehr und konnte sich auch keines leihen. Da habe ich mir gesagt, ein Leben ohne Segelei, das geht nicht, das ist blöd. Dann habe ich mir die Tiwal gekauft und bin bis heute sehr, sehr glücklich damit. Es war für mich von vornherein klar, dass ich ein Schiff brauche, das ich transportieren kann und für das ich keinen Liegeplatz bezahlen muss. So kam ich überhaupt auf die Schlauchsegelei. Das ging los bei einem einfachen Schlauchboot mit Segel, und über die YouTube-Vorschläge bin ich irgendwann zu den Schlauchkatamaranen und schließlich zur Tiwal gekommen. Ich habe alles miteinander abgewogen und mir gesagt, die Tiwal ist unschlagbar gut; das ist das Boot, das ich haben möchte.
Welche Eigenschaften des Bootes haben dich überrascht?
Das kann ich ziemlich klar mit drei Punkten beantworten, die mich von Anfang an begeistert haben:
Erstens der schnelle Aufbau. Ich schaffe es mittlerweile, die Tiwal innerhalb von fünfzehn Minuten aufzubauen und im Wasser zu haben, und entsprechend schnell auch wieder abzubauen. Das ist mit wirklich keinem anderen Schlauchsegler möglich.
Zweitens überrascht mich immer wieder, wie gut man das Boot über sein Körpergewicht trimmen kann; wo man sich auf dem Boot hinsetzt, entscheidet ganz viel über Geschwindigkeit und Kurs.
Und drittens – verbunden mit dem zweiten Punkt – wundere ich mich immer wieder, wie hoch man die Tiwal am Wind segeln kann. Da ist man teilweise jedem Katamaran überlegen, weil diese oft nicht so hoch am Wind segeln können. Manche wundern sich richtig und fragen, ob ich einen Elektromotor unter dem Boot habe.
Das sind die drei Punkte, bei denen ich sagen würde, die Tiwal ist unschlagbar gut.
Was ist deine schönste Erinnerung?
Die Frage kann ich so gar nicht beantworten, denn im Grunde fängt für mich der schönste Moment an, wenn ich auf dem Wasser bin; dann entspanne ich total und bin in meinem Element. Es gibt aber Momente aus letzter Zeit, die ich sehr genossen habe: Seit es die Tiwal-App gibt, kann man sich mit anderen Tiwal-Kapitänen aus der Umgebung verabreden und in einer kleinen Flotte segeln. Im Freiburger und Schweizer Raum gibt es einige, die darauf Lust haben. In den letzten anderthalb Jahren haben wir uns über die App immer häufiger verabredet und sind zusammen gesegelt. Es ist toll, sich einfach verabreden zu können und mit vier, fünf Booten auf den großen Alpenseen unterwegs zu sein – das ist eine meiner schönsten Erinnerungen.
Wo würdest du gerne einmal segeln?
Das kann ich klar beantworten, weil es ein alter Traum von mir ist. Als meine Kinder noch klein waren, waren wir häufig an der kroatischen Adriaküste und sind mit Motorbooten zwischen den Kornaten herumgefahren. Schon damals habe ich mir gesagt, dass mich das mit einem kleinen Segelboot unglaublich reizen würde. Ein Segelboot dort zu mieten ist jedoch oft sehr teuer oder es sind gleich riesige Schiffe. Mit der Tiwal im Gepäck vor der kroatischen Küste zu segeln, ist in der Tat ein Traum, der mich sehr reizt. Das habe ich bisher noch nicht gemacht, aber das kommt ganz bestimmt.